//Offizieller Baubeginn des Siliziummetall-Projekts der PCC in Island

Offizieller Baubeginn des Siliziummetall-Projekts der PCC in Island

Duisburg / Húsavík (Island), im September 2015. Der Bau einer hochmodernen und umweltfreundlichen Siliziummetall-Produktionsanlage der PCC in Island mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 300 Mio. USD (etwa 265 Mio. €) hat offiziell begonnen. Waldemar Preussner, Verwaltungsratsvorsitzender der PCC SE, eröffnete am 17. September 2015 die Bauarbeiten im neuen Industriegebiet Bakki nahe der Ortschaft Húsavík im Norden der Insel. An der feierlichen Zeremonie nahmen hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft teil, darunter der isländische Premierminister Sigmundur Davíð Gunnlaugsson und die Ministerin für Industrie und Handel Ragnheiður Elín Árnadóttir. Der Produktionsstart der Siliziumschmelze ist für 2018 vorgesehen. Sie wird über 32.000 Tonnen Siliziummetall pro Jahr produzieren.

PCC Island
Bild (v.l.): Sigmundur Davíð Gunnlaugsson (Isländischer Premierminister), Kristján Þór Magnússon (Bürgermeister der Gemeinde Norðurþing), Waldemar Preussner (Verwaltungsratsvorsitzender der PCC SE), Ragnheiður Elín Árnadóttir (Ministerin für Industrie und Handel, Island)

„Island ist für diese Anlage optimal“, sagte Preussner. „Der Standort, die Menschen, das Projekt – das passt wunderbar zusammen. In Island wird Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt, sodass wir die Strompreise auch über die nächsten 15 Jahre kalkulieren können.“ Preussner fügte hinzu: „Siliziummetall ist ein phantastisches Produkt, es wird in den verschiedensten Bereichen eingesetzt, von der Aluminiumindustrie über die Elektroindustrie bis zur Solarenergie. So leisten wir mit unserer Investition auf Island auch einen Beitrag zur künftigen Rohstoffsicherung der deutschen Industrie.“ Denn das ab 2018 produzierte Siliziummetall ist bereits zum überwiegenden Teil über langfristige Lieferverträge an deutsche Unternehmen vermarktet.

PCC Island
Waldemar Preussner (Verwaltungsratsvorsitzender der PCC SE) im Interview

Premierminister Gunnlaugsson begrüßte insbesondere die Schaffung von über 120 Arbeitsplätzen im PCC-Werk, welche für viele Familien eine wichtige Perspektive für das Leben im Nordosten Islands darstellen werden. Kristján Þór Magnússon, der Bürgermeister der Gemeinde Norðurþing, zu der der Standort Húsavík gehört, betonte: „Wir wollen die saubere Energie unserer Region für Industrieansiedlungen nutzen. Die PCC mit ihren Planungen einer Siliziummetall-Anlage war daher ein Glücksfall für uns.“

„Gemeinsam entwickeln wir nicht nur eine hocheffiziente und zuverlässige Anlage, sondern wir versuchen zugleich, die visuelle Wirkung auf die Umgebung zu minimieren“, erklärte Burkhard Dahmen, Sprecher der Geschäftsführung der SMS group GmbH in Düsseldorf, die als führendes Unternehmen im Bereich Hütten- und Walztechnik den Bau der schlüsselfertigen Anlage übernimmt. „Wir sind sicher: Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit mit der PCC wird eine der modernsten Siliziummetall-Anlagen sein, die je gebaut wurde.“

Den entscheidenden Rohstoff Quarzit wird die isländische Projektgesellschaft PCC BakkiSilicon hf aus dem Steinbruch der PCC Silicium S.A. in Polen beziehen, was die Wertschöpfungskette der PCC deutlich erweitert. Die Anlage wird durch das staatliche isländische Energieunternehmen Landsvirkjun ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen, vor allem Geothermie, versorgt werden. Durch die Anlage entstehen direkt 120 neue Arbeitsplätze. Den größten Teil des Investitionsvolumens deckt eine Investitionsfinanzierung über 194 Mio. USD (rund 170 Mio. €) der KfW IPEX-Bank, Frankfurt am Main. Mehr als ein Viertel des Investitionsvolumens trägt die isländische Gesellschaft Bakkastakkur slhf., an der mehr als zehn Pensionsfonds sowie die isländische Bank Islandsbanki beteiligt sind. Aufgrund seiner rohstoffpolitischen Bedeutung wird das Projekt vom deutschen Staat durch eine sogenannte UFK-Garantie gefördert. Island hat dem Projekt per Gesetz Steuererleichterungen zugesichert.

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2016-02-16T15:39:08+00:00